Vermehre deine Gehirnzellen durch Jonglieren – Teil 2

Vermehre deine Gehirnzellen durch Jonglieren – Teil 2

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Übung 2:
Vorübung

Dazu gibt es zunächst eine Vorübung OHNE Ball (BITTE NICHT WEGLASSSEN!): Stelle dich in leicht gegrätschter Stellung in den Raum. Positioniere deinen rechten Zeigefinger auf Augenhöhe und zeichne dann damit in die Luft eine liegende Acht (das Zeichen für Unendlich in waagrechter Richtung) – erst in die eine, dann in die andere Richtung. Folge der liegenden Acht mit deinen Augen. Wiederhole dann diese Übung für die linke Hand – auch in beide Richtungen.

Führe anschließend die Fingerkuppen und die Daumenkuppen zusammen, so dass sie ein Dreieck bilden, durch welches du hindurch blicken kannst. Führe so die liegende Acht nun in einer großen Schwenkbewegung aus und folge dieser Bewegung ständig mit den Augen. Verlagere dabei ruhig das Gewicht von einem auf das andere Bein – und wieder zurück – und setze bei der Schwenkbewegung deinen ganzen Körper ein. Versuche, die Acht so groß wie möglich in der Luft zu zeichnen und dabei so ausladende Bewegungen wie möglich zu machen. Dies ist nicht nur eine der Schlüsselübungen für das Jonglieren überhaupt, sondern dies ist auch die Übung, wodurch die rechte und linke Gehirnhälfte verbunden werden – ein Umstand, der sich SEHR POSITIV AUF DAS LERNEN AUSWIRKT. Wiederhole diese Übung mehrere Male und führe die liegende Acht mit beiden Händen dann auch mehrere Male in entgegengesetzter Richtung aus.

Hauptübung.

In der Hauptübung beschreiben wir eine liegende Acht mit den Händen, während wir den Ball dabei benutzen.
Nimm den Ball in die rechte Hand. Wirf ihn – wie bei Übung 1 – in die Richtung des gegenüber liegenden Armes, aber achte darauf, dass der Ball etwas weiter nach außen geworfen wird. Greif den Ball dann mit der anderen Hand nicht von unten, sondern von OBEN, d. h., der gegenüberliegende Arm liegt nah am Körper und ist stark angewinkelt, während die Hand nach außen zeigt. Diese Hand greift dann den Ball von außen bzw. von oben genau in dem Moment, wenn er in Schulterhöhe vorbeifliegt. Führe den gefangenen Ball dann in einer Kreisbewegung zur Körpermitte zurück – das geschieht automatisch, indem du den Fang-Arm ausstreckst und nach unten sinken lässt. Wirf den Ball dann aus dem Schwung, den die Kreisbewegung automatisch mit sich bringt, in Richtung der entgegengesetzten Schulter. Auch hier greift die an den Schultern stark angewinkelte und nach außen gerichtete Hand seitlich bzw. von oben und führt ihn – durch Streckung des Armes, welche zwangsläufig erfolgt, sobald der Ball gefangen ist – in einer Kreisbewegung zur Körpermitte zurück. Abschließend folgt wieder aus dem Schwung heraus der Wurf in Richtung der entgegen gesetzten Schulter. Bei genauerem Hinsehen fällt sofort auf, dass das Grundmuster der beiden sich ergänzenden Arme eine liegende Acht ist – wie in der Vorübung angekündigt.

Diese Übung erfordert etwas Geduld. Es wird sicherlich zu Anfang öfters vorkommen, dass dir der Ball beim Üben hinfällt, aber diese Übung schult die Koordination und ist unerlässlich, um später mit 2 oder 3 Bällen souverän jonglieren zu können. Achte auch darauf, dass die Bewegungen flüssig verlaufen. Denn das ist die Voraussetzung dafür, um den Erfolg auch bei mehreren Bällen zu garantieren und übrigens auch, um die Gehirnaktivität optimal zu stimulieren.

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