Was ist eigentlich eine Mind Map?

Was ist eigentlich eine Mind Map?

Mind Map – ein Begriff der im Schulalltag immer wieder auftaucht . Doch was ist eine Mind Map und wie kann man sie einsetzen, um sich das Lernen und Arbeiten zu erleichtern? Grob gesagt, ist eine Mind Map eine Methode, um eine komplexe Thematik – beispielweise einen Unterrichtsinhalt –   visuell darzustellen und so den Zugang zu erleichtern.

Wie funktioniert’s?

Aufgebaut ist eine Mind Map wie ein Baumdiagramm. In ihrem Mittelpunkt befindet sich die zentrale Thematik, die entweder in Schrift- oder Bildform dargestellt wird. Dies ist die erste Ebene der Mind Map. Im Deutschunterricht beispielsweise könnte es sich um den Titel eines besprochenen Buches handeln.

Von diesem zentralen Punkt gehen nun beliebig viele Äste ab, die zu weiteren Punkten führen.  Jeder dieser Punkte ist mit einem Begriff/einer Grafik versehen, der/die der Hauptthematik direkt unterzuordnen ist. Dies ist die zweite Ebene.  Im gewählten Beispiel könnten es die einzelnen Kapitel des Buchs sein.

Von jedem einzelnen Punkt auf der zweiten Ebene können nun weitere Äste abgehen, wieder zu einer weiteren Ebene, die dem vorangegangenen Punkt unterzuordnen ist. Im gewählten Beispiel könnten es konkrete Szenen sein, die sich in den einzelnen Kapiteln ereignen. Das Hauptthema wird immer feiner untergliedert, mit theoretisch beliebig vielen Ebenen und Gabelungen.

Gibt es Zusammenhänge zwischen zwei Punkten, die nicht direkt miteinander verbunden sind? Hat beispielsweise eine Szene aus Kapitel 1 des Buches einen besonders signifikanten Einfluss auf eine Szene in Kapitel 4? Mind Maps lassen auch Querverbindungen zu, mit denen sich solche Zusammenhänge visualisieren lassen. Überhaupt werden die Darstellungsmöglichkeiten einer Mind Map nur vom individuellen Bedürfnis nach Übersichtlichkeit limitiert. Theoretisch kann der Ersteller der Mind Map so viele Querverbindungen, Anmerkungen und zusätzliche Beschriftungen hinzufügen wie er möchte.

Mind Map: Struktur in Gedanken bringen

Eine Mind Map lässt sich also verwenden, um Sachverhalte zu strukturieren. Dadurch wird sie zu einem effizienten Hilfsmittel beim Lernen, das sich in verschiedenen Fächern einsetzen lässt. Vorbereitung für eine Biologieklausur über Genetik? Die Bandbreite und Komplexität des Themas lässt sich in einer Mind Map darstellen und einzelne Punkte systematisch abarbeiten. Ein Englischtest? Schwer zu merkende Vokabeln lassen sich mit Bildern oder anderen Eselsbrücken verknüpfen. Eine Mathematikarbeit? Formeln können Aufgabenstellungen zugeordnet werden.

Doch nicht nur beim strukturierten Erschließen eines vorhandenen Sachverhaltes helfen Mind Maps. Sie helfen auch bei der Erarbeitung  einer eigenen Thematik – beispielsweise für ein Referat. Das grobe Thema steht, doch es fehlen noch Ideen für passende Inhalte? Bei einem Brainstorming können Schlagwörter direkt in die Mind Map eingetragen und miteinander assoziiert werden. So entstehen immer neue Anregungen und eine erste Struktur möglicher Inhalte.

Eine Mind Map ist eine effiziente Methode, um sich das Lernen und Arbeiten zu erleichtern. Doch auch der Umgang mit dieser Methode will gelernt sein. Gerne zeigen die Lehrkräfte von AHA! Nachhilfe Schülerinnen und Schülern, wie sie Mind Maps beim Lernen auch selbstständig verwenden.